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27/05/2010

Umkehrosmose-Anlage sichert Brauwasserqualität und minimiert Energiekosten

Anwendung: Leichtindustrie

Für die Getränke- und Lebensmittelindustrie ist die Wasseraufbereitung von herausragender Bedeutung. Um einer chemisch - biologischen ungünstigen Wasserqualität vorzubeugen, die die Qualität des angebotenen Produktes beeinträchtigt, Produktionsabläufe stört, unnötige Kosten verursacht und nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt haben kann, investierte die Ulmer Brauerei Gold Ochsen rund 200.000 Euro in eine Umkehrosmose-Anlage (RO-Anlage) zur Entsalzung und Aufbereitung des verwendeten Brauwassers. Damit setzte die Brauerei einen Meilenstein in Bezug auf Brauwassergüte, Energieeffizienz und Umweltschutz. Die neue Anlage ersetzt die bisherige Ionenaustauschertechnik durch ein Membranverfahren, das prozesstechnisch wesentliche Vorteile gegenüber dem Ionenaustauschersystem birgt.

 

Tradition und Innovation

Die Traditionsbrauerei Gold Ochsen befindet sich seit 1868 in Familienbesitz. Rund 600.000 Hektoliter Bier- und alkoholfreie Getränke produzieren die Schwaben jährlich und beliefern damit das Umland bis in die Schweiz hinein. Das Brauwasser wird aus dem eigenen Tiefbrunnen auf dem Brauereigelände gefördert. Daher kam es den Ulmer Bierbrauern besonders darauf an, nicht allein die qualitativen Anforderungen der gesetzlichen Trinkwasserverordnung zu erfüllen. Sie wollten auch den Geschmack und den Charakter ihrer gebrauten Produkte durch eine konstant hohe Brauwasserqualität unverwechselbar machen, der sich in der chemisch-biologischen Zusammensetzung, je nach Hersteller, Biersorte und Quellort des verwendeten Rohwassers generell unterscheidet. Zudem sollte die ständige Verfügbarkeit im laufenden Produktionsprozess gegeben sein.

 

Um diese hohen Anforderungen zu erfüllen, wandte sich die Brauerei an die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Höchstadt a. d. Donau, die in der Wasseraufbereitung eine führende Stellung einnimmt. In Zusammenarbeit mit dem Pumpenspezialisten ITT Lowara, Großostheim, wurde ein Konzept entwickelt, das sich mit der eingesetzten Verfahrenstechnik besonders durch Umweltfreundlichkeit, einfache Handhabung sowie kostengünstige Betriebsweise auszeichnet. Allein die von ITT Lowara gelieferten frequenzgeregelten Pumpen SVH4606 sollten im Anlagenbetrieb über 30 Prozent der elektrischen Energie sparen. Das wurde inzwischen Gold wert beim Gold Ochsen.

 

Dazu erklärt Armin Eisenhofer, Branchenleiter für den Vertrieb Getränke und Lebensmitteltechnologie bei Grünbeck die Details der Anlage:

 

Herr Eisenhofer, wozu dient die Anlage? Was macht sie?

Die Anlage dient zur Erzeugung von Brauwasser. Sie entsalzt das Brunnenwasser. Anschließend wird das entsalzte Wasser wieder mit 10 % filtriertem Brunnenwasser verschnitten, um so ein optimales Brauwasser zu erzielen. Die Einstellung des m-Wertes liegt bei ca. 0,8 - 1 val/m³.

 

Was bedeutet RO-Anlage?

RO-Anlage bedeutet übersetzt "reverse osmosis" also Umkehrosmose-Anlage. Damit kann man eine physikalische Entsalzung des Brunnenwassers erzielen. Das heißt, es wird mit Druck das Brunnenwasser durch eine semipermeable Membrane gepresst und somit nahezu salzfreies, reines und keimfreies Wasser erzeugt

 

Was bringt die Anlage für die Brauerei Gold Ochsen?

Die Brauerei wollte von der Ionenaustauschertechnik weg hin zu den Membranverfahren. Die großen Vorteile des Kunden bei der Eingesetzen RO-Anlage bestehen darin, dass keine aggressiven Medien wie Säuren oder Laugen eingesetzt werden müssen. Durch die Verwendung von frequenzgeregelten Lowara-Pumpen ergeben sich weitere wichtige Vorteile: Unabhängig von Druckschwankungen im Zulauf zur RO-Anlage wird der Betriebsdruck konstant gehalten. Die Vermeidung von Druckschlägen verlängert die Lebensdauer der Umkehr-Osmosemembranen deutlich. Darüber hinaus arbeitet eine RO-Anlage im Gegensatz zum Ionenaustauscher kontinuierlich.

 

Wie viel Brauwasser kann die neue RO-Anlage erzeugen?

Die Permeatleistung der konzentratgestuften RO-Anlage beträgt 42,5 m³/h. Die Verschnittleistung 7,5 m³/h. Somit beträgt die Gesamtleistung der Brauwasseraufbereitungsanlage 50 m³/h.

 

Fazit des Kunden:

„Die Anlage liefert permanent eine hervorragende Brauwasserqualität bei geringstem Energieverbrauch. Besonders durch die Verwendung der sehr leisen frequenzgeregelten Lowara-Pumpen ergeben sich Vorteile nicht nur bei der elektrischen Energie, auch mechanisch, bei Druckschwankungen im Zulauf zur RO-Anlage, wird der Betriebsdruck konstant gehalten. Die Vermeidung von Druckschlägen erhöht die Lebensdauer der Umkehrosmose-Membranen deutlich. Und durch den Verzicht auf aggressive Medien wie Säuren oder Laugen leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.“

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Über Xylem
Xylem (XYL) ist ein führender globaler Wassertechnikanbieter, der Kunden bei Transport, Behandlung, Untersuchung und effizienter Nutzung von Wasser im Bereich von Versorgungseinrichtungen, kommunaler und gewerblicher Gebäudetechnik, Industrie und Landwirtschaft unterstützt. Das Unternehmen ist in mehr als 150 Ländern über eine Reihe marktführender Produktmarken tätig und seine Mitarbeiter bringen breite Anwendungskompetenz ein, mit starker Orientierung auf die Erarbeitung lokaler Lösungen für die anspruchsvollsten Wasser- und Abwasserprobleme. Xylem wurde 2011 nach Ausgliederung der wasserorientierten Geschäftsbereiche von ITT Corporation eingeführt und hat seinen Hauptsitz in White Plains im US-Bundesstaat New York. Der Jahresumsatz beträgt 3,2 Milliarden USD; Xylem hat weltweit 12.000 Mitarbeiter.

Der Name Xylem stammt aus dem Altgriechischen und steht für das Gewebe, das Wasser in Pflanzen transportiert; dadurch wird die technische Effizienz unseres wasserorientierten Unternehmens hervorgehoben, indem es mit der bestmöglichen Art des Wassertransports verbunden wird, nämlich mit der, die in der Natur vorkommt. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.xyleminc.com.